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Die Ereignisse überschlagen sich, Irland hat es vorgemacht, die USA gleich nachgezogen und Deutschland...ja, Deutschland.
Passend zum Christopher Street Day und der Gay Pride Parade verkündet die USA, dass auch Gleichgeschlechtliche Paare endlich (!) das Recht zur Ehe haben!
Und Deutschland. Deutschland zögert, verstrickt sich in Ausreden und ignoriert dieses Thema so gut es geht, sich damit befassen würde ja Arbeit machen.
Typisch deutsche Politik wird nämlich beschlossen was diskutiert werden müsste, und diskutiert was beschlossen werden müsste.
Es ist kein Volksentscheid notwendig, damit sich die Politiker ihre monatlichen Diäten erhöhen (und mal im Ernst, es sitzt vermutlich niemand im Bundestag, der dagegen stimmen würde mehr Geld zu bekommen) - aber es soll ein Volksentscheid notwendig sein um beschließen zu können, dass Liebe, ganz egal ob Mann und Frau - Mann und Mann - Frau und Frau legal ist?
Ich glaube, die kirchliche Sicht auf dieses Thema können wir uns getrost sparen, aber um es trotzdem kurz zu erwähnen:
Wenn es Gott gibt und alle Menschen seine Kinder sind, dann liebt er seine Kinder, unabhängig von Religion, Hautfarbe und Sexualität. Und nachdem er ja den Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen hat, muss Gott wohl auch irgendwo eine homosexuelle Neigung haben.
Aber natürlich macht es einen enormen Unterschied ob man das Thema nun aus der Sicht des römisch-katholischen Glaubens und der Bibel betrachtet, oder eben aus der Sicht der Kirche und des Vatikans - das hat die Vergangenheit mit Hexenverbrennung, Ablassbriefen und co mehr als deutlich bewiesen.
Dieses Prinzip könnt ihr im übrigen auf alle Glaubensrichtungen anwenden - wenn eure Götter ohne Fehler sind, kann Homosexualität nicht falsch sein, sonst würde sie schlicht und ergreifend nicht passieren. Abgesehen davon kann ich mich an keine Textpassage erinnern, die Homosexualität in irgendeiner Form als falsch bezeichnet - und selbst wenn es sie geben würde: Göttliche Schriften sind unterm Strich lediglich die Worte der Fanatiker. Und was wir von Fanatikern zu halten und erwarten haben, hat die Geschichte oft genug und über deutlich gezeigt.
Wenn ihr aber etwas kritisieren wollt, dass euren Göttern so gar nicht gefallen würde, dann bitte, dass die Menschheit immer noch nicht dazu in der Lage ist einander nicht sterbe zu lassen (verhungern, Krankheiten, etc.) sondern sich gegenseitig nach Lust und Laune, hauptsächlich aber wegen Reichtum und Macht, umbringt.
Dieses Prinzip könnt ihr im übrigen auf alle Glaubensrichtungen anwenden - wenn eure Götter ohne Fehler sind, kann Homosexualität nicht falsch sein, sonst würde sie schlicht und ergreifend nicht passieren. Abgesehen davon kann ich mich an keine Textpassage erinnern, die Homosexualität in irgendeiner Form als falsch bezeichnet - und selbst wenn es sie geben würde: Göttliche Schriften sind unterm Strich lediglich die Worte der Fanatiker. Und was wir von Fanatikern zu halten und erwarten haben, hat die Geschichte oft genug und über deutlich gezeigt.
Wenn ihr aber etwas kritisieren wollt, dass euren Göttern so gar nicht gefallen würde, dann bitte, dass die Menschheit immer noch nicht dazu in der Lage ist einander nicht sterbe zu lassen (verhungern, Krankheiten, etc.) sondern sich gegenseitig nach Lust und Laune, hauptsächlich aber wegen Reichtum und Macht, umbringt.
Also was hält die Politiker auf auch in Deutschland das Ja zur Homo-Ehe zu geben?
Im Prinzip verändert sich die gesellschaftliche Stellung und die Priorität der Ehe dauerhaft. Phasenweise wird sehr jung geheiratet, in anderen Zeitabschnitten wird sehr spät oder gar nicht geheiratet - unterm Strich ist die Ehe einfach nur ein Zeugnis der Liebe.
Wie wichtig uns dieses Zeugnis ist, muss jeder selbst entscheiden, sollte man zumindest meinen.
Ich persönlich bin nicht der Meinung, dass ich auf Papier stehen haben muss, dass ich meinen Partner liebe, auch wenn der Gedanke einer romantischen Hochzeit schon seinen Reiz hat.
Im Gegensatz zu homosexuellen Paaren habe ich aber die Möglichkeit selbst zu entscheiden, ob mir die Eheschließung so wichtig ist, dass ich diesen Schritt mit meinem Partner gehen möchte oder ob wir darauf verzichten möchten und einen Trauschein nicht unbedingt brauchen - homosexuelle Paare haben diese Optionen nicht.
Man könnte jetzt natürlich behaupten, dass es ja die eingetragene Lebenspartnerschaft als "Homo-Ehe" gibt, aber ganz falsch gedacht - zumal sich mir nicht wirklich erschließt, weshalb ich denn dafür eine neue Rechtsform erfinden muss, wenn es bereits das Eherecht gibt und sich die Lebenspartnerschaft doch daran anlehnt.
Im Großen und Ganzen regelt das Lebenspartnerschaftsrecht Güterrecht, Erbrecht, Steuerrecht und co - es gibt sogar einen extra Paragraphen (§9 Abs. 6 LPartG) zum Bereich Adoption. Der legt allerdings lediglich fest, dass Homosexuelle-Paare auch nach der Eintragung einer Lebenspartnerschaft kein Recht auf eine gemeinsame Adoption haben.
Und dieser Punkt ist es auch, auf dem Kritiker der Homo-Ehe durchgehend herum reiten, als wäre es das Einhorn auf dem Ponyhof, der sich Realität nennt.
Würde man Homosexuellen-Paaren das Recht zur Eheschließung ermöglichen, würde das im Umkehrschluss bedeuten, dass sie - gleichgestellt mit Heterosexuellen-Paaren - sich dazu entschließen können gemeinsam ein Kind zu adoptieren. Und hier haken die Kritiker ein und fabrizieren so viel Müll, dass man ihre Aussagen getrost nehmen und zum Sondermüll verfrachten könnte.
Würde man Homosexuellen-Paaren das Recht zur Eheschließung ermöglichen, würde das im Umkehrschluss bedeuten, dass sie - gleichgestellt mit Heterosexuellen-Paaren - sich dazu entschließen können gemeinsam ein Kind zu adoptieren. Und hier haken die Kritiker ein und fabrizieren so viel Müll, dass man ihre Aussagen getrost nehmen und zum Sondermüll verfrachten könnte.
Angeblich wäre es schädlich für Kinder, in einer Familie aufzuwachsen, deren Eltern ein gleichgeschlechtliches Paar sind. Den Kindern würde der Bezug zum anderen Geschlecht fehlen, es würde mit falschen Wertvorstellungen aufwachsen und einer Realität ausgesetzt sein, die überhaupt nicht real ist, sondern nur in den Köpfe der adoptiv Eltern existiert.
Im Umkehr-Schluss bedeutet das jetzt für mich, dass man - diesen Kritikern zu Folge - jeder allein erziehenden Mutter einen nach System ausgewählten und standardisierten Mann an die Seite stellen muss, denn dem Kind fehlt ja das andere Geschlecht. Außerdem würde das besagen, dass ein Arschlochvater oder eine Rabenmutter immer noch bessere Eltern wären, als ein gleichgeschlechtliches Paar, das versucht seine Kinder tolerant und weltoffen zu erziehen.
(Ach - an dieser Stelle eine Frage an die Vertreter der Theorie, dass Kinder, die mit einem gleichgeschlechtlichen Elternpaar aufwachsen, ebenfalls homosexuell werden würden: Wäre es so, müssten dann nicht alle Kinder heterosexuell sein, die in einer Familie mit heterosexuellem Elternpaar aufwachsen? Es ist und bleibt ein Rätsel!)
(Ach - an dieser Stelle eine Frage an die Vertreter der Theorie, dass Kinder, die mit einem gleichgeschlechtlichen Elternpaar aufwachsen, ebenfalls homosexuell werden würden: Wäre es so, müssten dann nicht alle Kinder heterosexuell sein, die in einer Familie mit heterosexuellem Elternpaar aufwachsen? Es ist und bleibt ein Rätsel!)
Es ist unbestritten, dass Kinder sowohl männliche als auch weibliche Vorbilder brauchen, aber nochmal, auch Scheidungskinder haben nicht zwangsweise beide Elternteile. Und Kinder suchen sich ihre Bezugspersonen auch im Freundeskreis der Eltern, im Kindergarten, in der Schule.
Und wenn ihr euren Kindern unbedingt ein Vorbild sein möchtet, dann könnt ihr diesen Schritt doch tun - seid ein Vorbild und zeigt euch tolerant und offen! Die beste Möglichkeit besteht jetzt, gebt der Homo-Ehe euer JA.
Bei der aktuellen Situation kann ein Volksentscheid nicht mehr all zu lange auf sich warten lassen. Das Problem an so einem Volksentscheid ist lediglich, dass die Leute, die sich nicht wirklich betroffen fühlen, nicht zum Unterschreiben gehen. Also setzt ein Statement und unterstützt gleichgeschlechtliche Paare auf ihrem Weg zur Gleichberechtigung!

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