Montag, 12. Oktober 2015

Immer diese Phasen.

www.nymphetamine-mondlicht.de
Eigentlich ist Oktober einer meiner Lieblingsmonate! Ich mag den Herbst, mit all seinen bunten Farben. Ich mag es zu sehen, wie sich die Blätter nach und nach verfärben. Ich liebe es bei einem Spaziergang durch den Wald durch das Laub zu stapfen und Kastanien zu sammeln.
Außerdem ist Ende Oktober Halloween, das einzige Fest im Jahr, das mich wirklich anspricht und selbst mich in Feierlaune versetzt.
Aber mit dem Herbst kommen auch die kürzeren Tage und die Dunkelheit zurück. 
Ich fände es wesentlich angenehmer die Herbsttage genau so lang genießen zu können wie die Sommertage, aber dem ist leider nicht so. Es ist dunkel, wenn ich das Haus verlasse und dunkel, wenn ich es wieder betrete. Die hellen Stunden verbringe ich größten teils damit zu arbeiten. Das ist ziemlich deprimierend und löst zu Anfang dieser Jahreszeit meist eine Phase aus, die ich lieber vermeiden würde.
Momentan bin ich da - gezwungenermaßen - mittendrin. Ich kann nicht schlafen und wenn es mir dann doch endlich gelingt, schlafe ich weder gut noch durch. Der Schlaf ist genau das Gegenteil von erholsam. Er ist anstrengend. ES ist anstrengend.
Woher das kommt, kann ich nicht beurteilen und ehrlich gesagt, es interessiert mich auch nicht. Selbst wenn ich wüsste, woraus diese Phasen des "nicht schlafen könnens" entstehen - verhindern kann ich es ohnehin nicht, nur damit umgehen. Und das braucht nun mal ein bisschen Zeit.
Die ersten ein bis zwei Wochen hat der Schlafmangel doch tatsächlich negative Auswirkungen auf meinen Alltag. Ich bin eigentlich ohnehin jemand, der mit sehr wenig Schlaf bestens auskommt, aber zwischen nicht schlafen wollen und nicht schlafen können ist ein nicht zu vernachlässigender Unterschied. Wenn man nicht schlafen WILL, trifft man eine Entscheidung. Wenn man nicht schlafen KANN, kann man an dem Zustand einfach nichts ändern. Man ist gezwungen mit wenig und vor allem schlechten Schlaf vorlieb zu nehmen.
Anfangs bedeutet das für mich, dass ich meinen gesamten Alltag erst mal umkrempeln muss. Wenn ich die Arbeit überstanden habe, bin ich so geschafft, dass mit mir einfach nichts mehr anzufangen ist. Ich verkrieche mich dann meistens in mein Bett, schaue Filme und Serien und versuche etwas von dem Schlaf nachzuholen, den ich nachts verpasst habe - aber bei diesem Versuch scheitere ich zumeist kläglich. Mein Tag besteht also aus Arbeit und vor mich hin vegetieren, weil ich nicht die Kraft habe meine Konzentration auf eine bestimmte Tätigkeit zu richten. Nach zwei Wochen wird es langsam besser - an diesem Punkt befinde ich mich mittlerweile. Nach zwei Wochen hat sich mein Körper an die durchgehende Übermüdung gewohnt. Der Schlafentzug ist zur Normalität geworden und ich fange an, damit wirklich gut klar zu kommen. Ich kann mich wieder besser konzentrieren, verbringe nicht den ganzen Tag im Bett oder auf der Arbeit, sondern kümmere mich auch wieder um die Dinge, die mir Spaß machen.
Ich schreibe wieder, fotografiere, lese - all die Dinge, die ich die letzten beiden Wochen wirklich vernachlässigt habe. 
Warum ich das hier aufschreibe? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht wirklich. Vermutlich nur, um zu erklären, wieso es die letzten Wochen wieder so still um meinen Blog war. Und auch für mich selbst - um es mir einfach von der Seele zu schreiben und jetzt wieder ordentlich durchzustarten!

Ich habe mir einige Utensilien für Halloween bestellt - Latexmilch, Kunstblut, eine Lidschattenpalette! Mal sehen, was mir so alles für das einzig wahre Fest des Jahres einfällt :D 

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