Es ist Sonntag. Eigentlich sollte hier ein Sonntags-Post stehen - ich hätte auch so einiges zu erzählen, meine Woche war ereignisreich, aber mir ist nicht danach. Mir ist nicht danach über Essen, Filme und Musik zu schreiben. Mir ist nicht danach, zu erzählen. Um ehrlich zu sein fehlen mir die Worte.
Mir fehlen die Worte.
Nach allem was auf dieser Welt passiert, all dem Leid, dem Terror, den Schmerzen, dem Hunger und dem Tod - nach all dem, was Familien zerreißt und Leben zerstört - schaffen wir es immer noch nicht einander die Hände zu reichen. Im Gegenteil, die Reaktionen darauf sind noch mehr Hass, noch mehr Leid und noch mehr Tote.
Ihr widert mich an. Jeder von euch, der jetzt auf instagram, twitter und Facebook "prayforparis" postet. Ihr ändert eure Profilbilder in die Farben Frankreichs und teilt anschließend Artikel, die dazu aufrufen den Flüchtlingen die Zuflucht zu verwehren. Ihr bemitleidet Tote und lasst es im selben Atemzug zu, nein - ihr BEFÜRWORTET, IHR VERLANGT es im selben Atemzug, dass noch mehr Menschen abgeschlachtet werden, weil ihr hohe Zäune statt "Welcome Refugees" -Schilder wollt. Ihr solidarisiert euch mit Frankreich UND wollt die Grenzen schließen, denn eure Solidarität, euer Mitgefühl, euer Verständnis und eure Hilfsbereitschaft enden genau da - an den Grenzen Europas.
Ihr habt Angst. Angst davor, dass sich die Geschehnisse in Frankreich wiederholen könnten und die Medien befeuern eure Angst, befeuern euren Hass und ihr konsumiert diese Angst, diesen Hass, weil es das Einzige ist, von dem ihr denkt, dass es euch Halt geben kann. Und damit gebt ihr denjenigen, die für den Terror verantwortlich sind, genau das, was sie wollen, was sie erreichen wollen - Hass entzweit uns. Hass schwächt uns. Und wenn ihr es zulasst, dass euch dieser Hass dazu bringt, die Menschen, die vor genau den selben Menschen Angst haben, die auch euch in Angst versetzt haben, mit Zäunen, statt mit Decken und einer warmen Mahlzeit zu begrüßen, dann spielt ihr ihnen in die Hände.
Ich danke dir Oma, weil du uns von klein auf Geschichten deiner Kindheit erzählt hast. Weil du uns den Krieg aus deinen Augen, den Augen eines Kindes, das zwischen Bombenanschlägen, der ständigen Angst Familienmitglieder verlieren zu können, dem Hunger und dem bisschen Hoffnung auf Frieden, hat sehen lassen. Danke Oma, dass ich dank dir niemals in Gefahr geraten bin den rechtsradikalen und fremdenfeindlichen Hassparolen und Ideologien zu glauben.
Ich danke dir Papa. Denn du hast uns von klein auf dazu aufgefordert uns eine eigene Meinung zu bilden, du hast uns lernen lassen was "richtig" und was "falsch ist". Danke Papa, für dein grenzenloses Rückgrat, dein Verständnis von Recht und Unrecht und dass du uns immer ein Vorbild warst und uns ermutigt hast uns auch für andere einzusetzen, vor allem wenn ihnen Unrecht angetan wird und sie sich selbst nicht wehren können.
Ich danke dir Mama. Ich danke dir dafür, dass du uns mit so viel Liebe und Fürsorge groß gezogen hast und uns immer Geborgenheit geschenkt hast. Danke dafür, dass du uns beigebracht hast zu teilen. Danke, dass auch du uns immer dazu aufgefordert hast anderen zu helfen, dass du uns den Unterschied zwischen richtig und falsch erklärt hast und für all unsere Fragen ein offenes Ohr hattest und dir immer Zeit genommen hast uns zu antworten.
Und ich danke dir Konstantin, mein geliebter kleiner Bruder. Ich danke dir dafür, dass du immer hinter mir gestanden hast, dass du mir immer den Rücken gestärkt hast, dass auch du mich dazu gebracht hast mein Verhalten zu hinterfragen, zu verstehen, was richtig und was falsch ist und für mich da warst, wenn ich dich gebraucht habe.
Ich danke meiner Familie, dass sie mich zu einem Menschen gemacht haben, der sich nicht von Hass und Angst leiten lässt. Ich danke euch dafür, dass ihr mich zu einem Menschen gemacht habt, der anderen die Hand reicht, statt wegzusehen. Ich danke euch,
Ich lebe in Berlin. Und als ich die Berichte über die Attentate in Paris gelesen habe, hatte ich ein flaues Gefühl im Magen. Ich habe darüber nachgedacht, ob ich jetzt Angst haben soll, aber ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich ihnen nicht gebe, was sie wollen. Sie werden mir keine Angst machen, sie werden es nicht schaffen, dass ich mich von Angst und Hass leiten lasse, sie werden mich nicht dazu bringen, dass ich diejenigen, die Hilfe suchen, wie Dreck behandeln werde.
Ich habe mir Gedanken gemacht, wie man nach solchen Geschehnissen reagieren soll und mir sind dazu zwei Zitate eingefallen. Zum einen:
Denn wir werden nichts verändern, indem wir Feuer mit Feuer, Gewalt mit Gewalt und Waffen mit Waffen bekämpfen. Reicht einander Hände, statt einander zu verletzen. Haltet zusammen, statt euch entzweien zu lassen. Und gebt, was ihr zu viel habt, an jene, die zu wenig haben.
Und das zweite Zitat, das ich mit euch teilen möchte, ist ein Ausschnitt der Filmmusik eines Disney-Films:
Im Herzen sind wir alle gleich, egal welche Hautfarbe, Staatszugehörigkeit, Religion oder Sexualität jeder einzelne von uns hat. Grenzen wurden von Menschen geschaffen, Grenzen können von Menschen eingerissen werden.
Mein Mitgefühl gehört allen, die um ihre Angehörigen, ihre Familie und ihre Freunde trauern. Mein Mitgefühl gehört allen, die nach wie vor um geliebte Menschen Angst haben müssen. Mein Mitgefühl gehört den Müttern, die ihre Kinder zu Grabe tragen müssen, statt sie aufwachsen zu sehen. Und mein Mitgefühl gehört den Vätern, die ihre Kinder nicht beschützen konnten. Mein Mitgefühl gehört den Menschen in Paris. Mein Mitgefühl gehört den Menschen in Syrien. Mein Mitgefühl gehört den Menschen in Beirut. Mein Mitgefühl gehört den Menschen auf der ganzen Welt. Und mein Mitgefühl gehört ganz besonders denen, die jegliche Menschlichkeit vermissen lassen - ihr seid die mit Abstand ärmsten Kreaturen auf dieser Welt.
Ich möchte mich an dieser Stelle bedanken.
Ich danke dir Oma, weil du uns von klein auf Geschichten deiner Kindheit erzählt hast. Weil du uns den Krieg aus deinen Augen, den Augen eines Kindes, das zwischen Bombenanschlägen, der ständigen Angst Familienmitglieder verlieren zu können, dem Hunger und dem bisschen Hoffnung auf Frieden, hat sehen lassen. Danke Oma, dass ich dank dir niemals in Gefahr geraten bin den rechtsradikalen und fremdenfeindlichen Hassparolen und Ideologien zu glauben.
Ich danke dir Papa. Denn du hast uns von klein auf dazu aufgefordert uns eine eigene Meinung zu bilden, du hast uns lernen lassen was "richtig" und was "falsch ist". Danke Papa, für dein grenzenloses Rückgrat, dein Verständnis von Recht und Unrecht und dass du uns immer ein Vorbild warst und uns ermutigt hast uns auch für andere einzusetzen, vor allem wenn ihnen Unrecht angetan wird und sie sich selbst nicht wehren können.
Ich danke dir Mama. Ich danke dir dafür, dass du uns mit so viel Liebe und Fürsorge groß gezogen hast und uns immer Geborgenheit geschenkt hast. Danke dafür, dass du uns beigebracht hast zu teilen. Danke, dass auch du uns immer dazu aufgefordert hast anderen zu helfen, dass du uns den Unterschied zwischen richtig und falsch erklärt hast und für all unsere Fragen ein offenes Ohr hattest und dir immer Zeit genommen hast uns zu antworten.
Und ich danke dir Konstantin, mein geliebter kleiner Bruder. Ich danke dir dafür, dass du immer hinter mir gestanden hast, dass du mir immer den Rücken gestärkt hast, dass auch du mich dazu gebracht hast mein Verhalten zu hinterfragen, zu verstehen, was richtig und was falsch ist und für mich da warst, wenn ich dich gebraucht habe.
Ich danke meiner Familie, dass sie mich zu einem Menschen gemacht haben, der sich nicht von Hass und Angst leiten lässt. Ich danke euch dafür, dass ihr mich zu einem Menschen gemacht habt, der anderen die Hand reicht, statt wegzusehen. Ich danke euch,
Ich lebe in Berlin. Und als ich die Berichte über die Attentate in Paris gelesen habe, hatte ich ein flaues Gefühl im Magen. Ich habe darüber nachgedacht, ob ich jetzt Angst haben soll, aber ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich ihnen nicht gebe, was sie wollen. Sie werden mir keine Angst machen, sie werden es nicht schaffen, dass ich mich von Angst und Hass leiten lasse, sie werden mich nicht dazu bringen, dass ich diejenigen, die Hilfe suchen, wie Dreck behandeln werde.
Ich habe mir Gedanken gemacht, wie man nach solchen Geschehnissen reagieren soll und mir sind dazu zwei Zitate eingefallen. Zum einen:
"Sei du selbst die Veränderung, die du dir für diese Welt wünscht."
- Mahatma Ghandi
Denn wir werden nichts verändern, indem wir Feuer mit Feuer, Gewalt mit Gewalt und Waffen mit Waffen bekämpfen. Reicht einander Hände, statt einander zu verletzen. Haltet zusammen, statt euch entzweien zu lassen. Und gebt, was ihr zu viel habt, an jene, die zu wenig haben.
Und das zweite Zitat, das ich mit euch teilen möchte, ist ein Ausschnitt der Filmmusik eines Disney-Films:
"They just don´t trust what they can´t explain.
I know we´re different, but deep inside us,
we´re not that different at all"
- Phil Collins "you´ll be in my heart"
Im Herzen sind wir alle gleich, egal welche Hautfarbe, Staatszugehörigkeit, Religion oder Sexualität jeder einzelne von uns hat. Grenzen wurden von Menschen geschaffen, Grenzen können von Menschen eingerissen werden.
Mein Mitgefühl gehört allen, die um ihre Angehörigen, ihre Familie und ihre Freunde trauern. Mein Mitgefühl gehört allen, die nach wie vor um geliebte Menschen Angst haben müssen. Mein Mitgefühl gehört den Müttern, die ihre Kinder zu Grabe tragen müssen, statt sie aufwachsen zu sehen. Und mein Mitgefühl gehört den Vätern, die ihre Kinder nicht beschützen konnten. Mein Mitgefühl gehört den Menschen in Paris. Mein Mitgefühl gehört den Menschen in Syrien. Mein Mitgefühl gehört den Menschen in Beirut. Mein Mitgefühl gehört den Menschen auf der ganzen Welt. Und mein Mitgefühl gehört ganz besonders denen, die jegliche Menschlichkeit vermissen lassen - ihr seid die mit Abstand ärmsten Kreaturen auf dieser Welt.

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